Eizellen einfrieren - Die meisten Ehepaare wünschen sich früher oder später Kinder, doch was tun, wenn es damit einfach nicht klappen will? Das kommt leider gar nicht so selten vor: Experten gehen davon aus, dass jedes fünfte Paar in Deutschland unter einem unerfüllten Kinderwunsch leidet.
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Künstliche Befruchtung

Eizellen einfrieren – Künstliche Befruchtung – ein Weg aus der Kinderlosigkeit?

Künstliche Befruchtung und Fertilitätsbehandlungen

Eizellen einfrieren – Die meisten Ehepaare wünschen sich früher oder später Kinder, doch was tun, wenn es damit einfach nicht klappen will? Das kommt leider gar nicht so selten vor: Experten gehen davon aus, dass jedes fünfte Paar in Deutschland unter einem unerfüllten Kinderwunsch leidet, das sind knapp 1,4 Millionen Menschen.

Warum funktioniert es manchmal einfach nicht?

Die Gründe für diese ungewollte Kinderlosigkeit sind vielfältig: Männer wie Frauen können von eingeschränkter Fertilität betroffen sein, was wiederum die unterschiedlichsten hormonellen, organischen, genetischen oder psychischen Ursachen haben kann. In vielen Fällen wird die Familienplanung auch so lange aufgeschoben, bis die Wahrscheinlichkeit, auf natürlichem Wege schwanger zu werden, sehr gering wird.

Doch wo vor nicht allzu langer Zeit eine Adoption die einzige Alternative war, bieten sich Paare mit Kinderwunsch heutzutage auch wissenschaftliche Möglichkeiten.

Welche Optionen haben ungewollt kinderlose Paare?

Inzwischen bieten spezialisierte Fachärzte und -kliniken gleich mehrere Behandlungsansätze an, je nach Ursache der Unfruchtbarkeit.

Hormonstimulation

Unter manchen Voraussetzungen reicht bereits eine hormonelle Therapie aus, um die ersehnte Schwangerschaft herbeizuführen: Hat eine Frau beispielsweise zu wenige oder keine Eisprünge, wird zunächst die Ovulation mithilfe eines Hormons stimuliert und die Gebärmutter durch die Einnahme weiterer Hormone auf die Einnistung eingestellt.

Häufig reicht eine Hormonbehandlung jedoch nicht aus, etwa bei allen Frauen über 36. In diesen Fällen wird mit Hilfe der künstlichen Befruchtung versucht, eine Schwangerschaft zu erreichen.

Künstliche Befruchtung (ICSI/IVF)

Bei der In Vitro Fertilisierung (IVF) wird eine vorher entnommene Eizelle in Reagenzschälchen befruchtet. Nach einigen Tagen wird der so gezeugte Embryo wieder in die Gebärmutter eingesetzt. Die neuere Methode der Intracytoplasmische Spermieninjektion (ICSI) geht noch gezielter vor: Ein einzelnes Spermium wird hier direkt in die Eizelle injiziert, dabei ist die Befruchtungsrate sehr hoch. Allerdings ist auch die künstliche Befruchtung kein Garant für eine Schwangerschaft, so liegt die tatsächliche Schwangerschaftsrate bei diesen Behandlungen im Schnitt  nur bei knapp 30 Prozent. Die Erfolgsaussichten sinken dabei mit zunehmendem Alter der Frau. Deshalb vertrauen inzwischen immer mehr Paare auf eine Art Vorsorge: Die Kryokonservierung, also das Einfrieren von biologischem Material.

Einfrieren der Eizellen

Die Fruchtbarkeit ist bei Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren am höchsten. Das ist jedoch besonders berufstätigen Frauen häufig zu früh, um mit der Familienplanung zu beginnen, da in dieser Zeit meist Ausbildung und Karriere im Vordergrund stehen.

Frauen, die sich die Möglichkeit zu einer späteren Schwangerschaft offen halten wollen, lassen daher immer häufiger im Rahmen eines sog. “Social Freezings” ihre Eizellen entnehmen und einfrieren. Die Kryokonservierung kann auch aus medizinischer Sicht notwendig und sinnvoll sein, so etwa bei bevorstehenden medizinischen Eingriffen, die die Eizellen schädigen könnten.

Welche Behandlungsmethode die Richtige ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Im Gegensatz zu Hausmitteln, Ernährungsratschlägen und sonstigen Tipps, die von wohlmeinenden Verwandten empfohlen werden und wohl eher selten zum Wunschkind führen, lässt sich jedoch sagen:

Medizin und Wissenschaft haben einige sehr erfolgversprechende Methoden der Fertilitätsbehandlung und künstlichen Befruchtung entwickelt, die vielen Paaren ihren sehnlichsten Wunsch nach einem Kind erfüllen können.